Kernspintomographie (MRT)

Bei der Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie = MRT, 2003 mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet) wirken während der Untersuchung Magnetfelder und Radiowellen auf die Atome im Körper ein und das ganz ohne Röntgenstrahlen! Dabei werden Signale ausgesendet, die von den hochempfindlichen Anlagen gemessen und ausgewertet werden. Das Ergebnis sind sehr präzise Schnittbilder durch den menschlichen Körper, die - anders als bei der Computertomographie - in jeder beliebigen Schnittebene verlaufen können. Die moderne Technologie macht schon kleinste Veränderungen der Körperstrukturen sichtbar und zeigt aussagekräftige Schnittbilder durch alle Ebenen.

Einsatzgebiete

Die MRT hat ein sehr breites Anwendungsspektrum. Wenn für die Diagnose und Kontrolle von Erkrankungen sehr genaue und differenzierte Darstellungen benötigt werden, ist ein MRT oder Kernspintomogramm erste Wahl. Besonders gut eignet sich das Verfahren zur Darstellung verschiedener Gewebearten (Haut, Muskel, innere Organe, Knorpel- oder Hirngewebe), aber auch für Krebserkrankungen.

  • Untersucht werden Gehirn und Nerven, Knochen, Gelenke und Weichteile, Wirbelsäule und Bandscheiben, Bauchraum, Gefäße, Brustdrüse (Mamma-MRT)
  • Spezialuntersuchung der Gelenke (MR-Arthrographie) mit Kontrastmitteleingabe in den Gelenkspalt.

 

Die Untersuchung

Vor der Untersuchung werden Sie von unserem geschulten MTA-Team betreut und auch während der Untersuchung bleiben Sie über eine Sprechanlage ständig in Kontakt. Sie werden auf einer bequemen Liege gelagert, die anschliessend in das Magnetfeld gefahren wird.

  • Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzfrei und hat keine bekannten Nebenwirkungen. Bei der MRT entsteht, anders als beim Röntgen oder der Computertomographie, keine Strahlenbelastung.
  • Die elektromagnetischen Spulen erzeugen während des Scann-Vorgangs ein lautes Klopfgeräusch. Wir schützen Sie dagegen mit speziellen Lärmschutzstöpseln oder Kopfhörern mit Musik.
  • Gegebenenfalls wird Ihnen bei bestimmten Fragestellungen ein gut verträgliches Kontrastmittel (Gadolinium) verabreicht, um die Qualität und die Aussagekraft der Bilder weiter zu verbessern.

Was müssen Sie beachten

  • Wichtig ist, dass Sie ruhig liegen liegen und gleichmäßig atmen, um für die Untersuchung optimale Ergebnisse zu erlangen.
  • Patienten mit Platzangst können vorher ein Beruhigungsmittel bekommen und müssen sich dann von einer vertrauten Person begleiten lassen.
  • Während einer  Schwangerschaft sollte eine MRT-Untersuchung nur in dringenden Fällen durchgeführt werden.
  • Für die Anwendung von Kontrastmitteln gilt auch für die MRT, dass möglichst keine Vorerkrankungen der Nieren vorliegen sollten. Wenn ernsthafte Einschränkungen der Nierenfunktion bekannt sind, sollten Sie dies vor der Untersuchung angeben.

>> Aufklärungsbögen MRT als PDF